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Konfirmation 2024

Schön war der Konfirmationsgottesdienst - ein Bericht von Martin Jubelt

Am 23. und 24. März war es wieder soweit – 14 Konfirmanden erlebten in zwei Gruppen ihre lang ersehnten Konfirmationsgottesdienste in der St.-Katharinen-Kirche zu Bünsdorf. Und es waren (wieder einmal) besonders schöne Konfirmationsgottesdienste.

In „unserer“ Kirche konnte man die feierliche, freudige Atmosphäre einer Konfirmation wahrhaft spüren. Diese Atmosphäre wurde aber nicht nur von Pastor Feldmann oder der Kirchengemeinde ausgestrahlt, sondern ganz deutlich auch von den Konfirmanden selbst. Freudig, fröhliche Blicke. Festliche Kleidung. Vor allem aber ehrliche und bewusste Teilnahme am Gottesdienst, einschließlich textsicherer Gesangsunterstützung. Letztere erreichte in dem Lieblingslied dieser, zu einer Gemeinschaft gewordenen, Konfirmandengruppe ihren ganz besonderen Höhepunkt: Laudato Si! In „unserer“ Kirche konnte man auch erleben, welche Bedeutung die Konfirmation in dieser Kirchengemeinde über alle Jahrgänge hinweg besitzt. Neben den Worten des Pastors gab es feierliche Ansprachen des Kirchengemeinderats, Vertreter der Elternschaft und sogar der Betreuer der Konfirmandenfreizeit. Darüber hinaus ergriff aber auch eine Konfirmandin das Wort und eine weitere das Mikrofon für eine Gesangsdarbietung. In welch anderer Gemeinde lässt sich so etwas schon miterleben?

Es war und ist zu spüren, dass hier Kirchengemeinschaft gelebt wird. Und diese entwickelt sich ganz frei und spielerisch begleitet durch Pastor Feldmann und seine dankenswerten Helfer:innen, von den ersten Besuchen im Kindergarten über die Kirchenmäuse und Kirchenkids zu den Kirchenfreizeiten und der Konfirmandenzeit - und für die Konfirmierten bei Interesse sogar weiterführend zu Betreuern in ihrer Kirchengemeinde. So schließt sich der Kreis. Und das ist doch nun wirklich besonders schön!

Vor der Konfirmation - Gedanken eines Pastors

Nun ist es bald wieder so weit, und sie werden vor mir sitzen. Schick angezogen, so erwachsen, wie man sie vorher nie sah. Ein bisschen blass, aufgeregt, aber das werden nicht alle zugeben. Und ich darf sie segnen, ihnen Gottes Schutz zusprechen für den Weg durch ihr Leben in komplizierten Zeiten. Was für ein Geschenk! Wie wird ihr Leben werden? Viele erwarten für die Zukunft Rückschritte und nichts Gutes. Das täte mir leid für sie. Sie waren so eine liebe Gruppe. Immer war beim Treffen eine Atmosphäre, als würden Freunde sich wiedersehen, als würden alle sich mögen. Das war seit der Konfirmandenfreizeit am Anfang so. Da waren sie zusammengewachsen, und dieses gute Gefühl war geblieben.

Es war der erster Jahrgang nach Corona, für den wir eine solche Freizeit wieder anbieten konnten. Das hat Ausstrahlung über die gesamte Konfirmandenzeit gehabt. Jetzt kommt der letzte Schritt – die Namen der Konfirmandinnen und Konfirmanden werden im aktuellen Gemeindebrief (März bis Juni 2024) aufgeführt – sie werden konfirmiert, eingesegnet.

12 sind sie – eine kleine Gruppe. Aber Jesus hatte auch nicht mehr, ab einem bestimmten Punkt sogar einen weniger. Wir müssen in der Kirche eben mit weniger auskommen auf allen Gebieten. „Früher war mehr Lametta.“ Ja, ich weiß, ich kenne diesen melancholischen Gedanken, aber ich möchte diese Gruppe nicht missen. Das war doch gut mit dieser Stimmung! Und wer weiß, was draus wird? Das entscheidet ja auch ein anderer, und der ist gnädig und barmherzig und kann aus wenig viel machen, z.B. bei der Speisung der 5000 (Markus 6, 30-44). Bringen wir unsere kleinen Gaben, mal sehen, was er daraus macht. Für die Ihren sind diese 12 jedenfalls fast die Welt, und ein Stück Welt habe ich mit ihnen geteilt. Wer weiß, ob sie nicht die Welt erobern?!

Pastor Thies Feldmann
im Februar 2024

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