Aktuelles
Neuer Gemeindebrief Juli bis Oktober 2026
Christus spricht: Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Johannes 15,5
Als ich dieses Vorwort schrieb, waren wir vom Kirchenjahr her im Festkreis um Ostern und Pfingsten – also in einer Zeit der Erfüllung und des Reichtums. Christus hat dem Tode die Macht genommen und ein neues Leben ans Licht gebracht. Und der heilige Geist will uns in alle Wahrheit führen.
Aber ich spüre von dieser Fülle wenig. Und das wird anderen auch so gehen. Sehen wir nicht eher den Mangel? Was nicht alles klappt? Betreiben wir nicht Mangelverwaltung und erleben, dass es überall nicht ganz reicht? Dazu die Diskussionen unserer Tage. Mehr leisten? Alles verändern? Ich bin manchmal so müde. Manchem mag es auch so gehen, daher der Widerstand und die Unzufriedenheit in unserer Gesellschaft.
Und darum tut mir dieses Wort aus dem Johannesevangelium gut. Es begegnet eben in dieser Festzeit der Erfüllung. Und es sagt: es ist schon alles da. Ich muss nichts herbeireden oder herbeiarbeiten – das Gute, Gottes Liebe, ist schon da, unverlierbar. Ich darf von einem riesigen Geschenk ausgehen. Alles, was ich tun muss, ist schlicht „bleiben“, also mich davon nicht vertreiben lassen durch Hektik oder Sorgen, dann wird alles gut, dann kommt viel Frucht.
Neulich hatte ich einen Freund zu Besuch. Wie schön, wenn man dem dann erzählen kann, was einem alles auf dem Herzen liegt. Da fiel mir eine Menge ein. Und in meinen Wortschwall stellte er die Frage: „Und gibt es auch irgendetwas Positives?“ Äh, ja, Moment mal, da war doch was. Immer noch finden sich Brüder und Schwestern, mit denen ich Kirche baue, eine Wohnung Gottes im Geist aus lebendigen Steinen. Immer mal wieder treffe ich Menschen, die fest glauben wie ich. Die auch ihre Schwierigkeiten haben, und trotzdem ein kleines Kreuz um den Hals. Immer mal wieder erlebe ich einen dichten Moment, wo ich die Fülle spüre: Gott hat uns einen Segen gegeben.
Und gibt es das auch für Sie? Positives und Fülle in Ihrem Leben?
Keine Frage: wir leben in turbulenten Zeiten. Nicht alles ist einfach. Und wahrscheinlich geht nicht alles weiter so. Aber vergessen wir nicht, was uns Gutes geschenkt ist, welche Wärme uns trägt, dass wir nicht nur mit leeren Händen dastehen, sondern mit seiner Gnade. Dann sehen wir anders in die Welt, und damit gelingt es ihm leichter, uns durch Schwierigkeiten hindurch zu bringen.
Ihr und Euer Pastor Thies Feldmann
In unserer Kirchengemeinde gibt es eine neue Form des Familiengottesdienstes. Zum ersten Mal gab es das 2025, veranstaltet von Pastorin Jessika Gude, in Vertretung für Pastor Feldmann. Das Konzept kam bei Kindern und Erwachsenen gut an. Darum wurde es als neues Gottesdienst-
angebot in der Kirchengemeinde aufgenommen.
Der Familiengottesdienst findet in Bünsdorf (Gemeindehaus) und in den Kapellen Borgstedt und Groß Wittensee im Wechsel statt. Beginn: 15.00 Uhr. Termine: 13.09. Groß Wittensee 31.10. Reformationstag, Bünsdorf
Die erste Veranstaltung war am 26.04. in der Borgstedter Kapelle. Im Vorwege wurde die Kapelle umgebaut – links Sitzplätze für alle
Gäste, rechts die Tische für alle, die kreativ sein wollten. An der Rückfront gab es das Buffet mit Getränken und süßen und salzigen
Leckereien für die Klön- und Bastelzeit. Vorn sorgte die Band – Arnold + Moni Sayk + Heiko Hinrichsen – für gute Stimmung.
Ein großes Team an helfenden Händen war gekommen, um den Gottesdienst ideenreich zu gestalten. Nach und nach trafen die
Besucher-Familien ein und wurden von Pastor Feldmann herzlich begrüßt. Es gab die Bibelgeschichte vom Großen Fischfang: Lukas 5,
1-11. Pastor Thies Feldmann stellte sie mit Figuren, einem Schiff auf dem Tüchermeer und Netzen mit Fischen sehr lebendig dar. Einige
Kinder rückten ganz nah heran, um ja nichts zu verpassen, und alle lauschten gebannt, wie Jesus das Wunder vollbrachte. Staunen
erlaubt - was wir alle mit Jesus‘ Hilfe schaffen können - war die Botschaft, die Groß und Klein verstehen konnten. Nun durfte zu
dieser Geschichte gebastelt werden. Überraschende, schöne Fische entstanden aus Tusche und Filtertüten, es wurde gemalt und geknabbert. Jugendliche und Erwachsene halfen und kamen über Gott und die Welt bei Saft und Kaffee miteinander ins Gespräch. Mit viel Gesang und dem Segen am Ende war es ein wirklich schöner Familien-Nachmittag. Danke an alle Helfenden und Fleißigen!
Ich freue mich schon auf die nächsten Male. Herzliche Einladung!
Franca Feldmann
Wir suchen weiterhin Nachfolger für den Altenclub Bünsdorf!
Bereits zur Mitte des vergangenen Jahres haben unsere langjährigen Leiterinnen des Altenclubs Bünsdorf - Karin Henne und Maren Krey-Pohlmann - angekündigt, den Altenclub nach beeindruckenden Jahren der Leitung gerne in neue Hände übergeben zu wollen. Leider haben sich bislang noch immer keine Personen gefunden, die diese wertvolle Arbeit übernehmen möchten.
Deshalb möchten wir gerne noch einmal einen Aufruf starten, der uns sehr am Herzen liegt: Wer hat Freude an Gemeinschaft, kann gut organisieren und möchte sich für unsere älteren Mitmenschen engagieren?
Der Altenclub Bünsdorf besteht bereits seit über 50 Jahren und ist ein fester und sehr geschätzter Bestandteil unserer Kirchengemeinde. Die Gruppe besteht aktuell aus ca. 35-50 Personen und trifft sich einmal im Monat im Gemeinderaum, feiert gemeinsam Feste und unternimmt Ausflüge.
Eine Aufgabe, die Nähe und Freude schafft und viel Dankbarkeit mit sich bringt – und die sehr gerne auch gemeinsam in einem leitenden Team geteilt werden kann. Die bisherigen Leiterinnen Karin Henne und Maren Krey-Pohlmann stehen dabei zu Beginn gerne unterstützend mit Rat und Tat zur Seite und geben ihre Erfahrungen weiter.
Wenn Sie Fragen oder Interesse haben, melden Sie sich gerne. Wir freuen uns sehr über alle Personen, die sich mit Herz und Engagement einbringen möchten und Freude daran haben Gemeinschaft zu gestalten.
Maren Krey-Pohlmann Tel.: 04356 / 383 & Karin Henne Tel.: 04331 / 8700370

So sieht es auf unserem Glockenboden aus. Ich zeige es jedes Jahr unserem Konfirmandenjahrgang. Ein großes Joch, eine Glocke, und alles ist bereit, aber da ist unübersehbar ein Loch. Eine Glocke fehlt. Sie fehlt auch beim Läuten. Ich meine zu hören, dass der tiefe Klang unserer erhaltenen Glocke immer noch nach ihrer hell tönenden Partnerin ruft.
Unsere Kirche hatte zwei Glocken über Jahrhunderte. Die kleine mit dem hellen Ton soll in den 1530 Jahren, die große um 1700 gegossen worden sein. Aber obrigkeitstreu, wie unsere Kirchengemeinde seiner Zeit war (ein Pastor fragt, wie er denn der Gemeinde den infamen Matrosenaufstand beibringen soll) hat sie die kleine, die ältere, die kostbarere im 1. Weltkrieg abgegeben. Weg war sie bis heute.
Unser Geläut ist schön, nachdenklich, dunkel, aber schön. In der Tat vermochte sie mich zu jeder Art von Gottesdienst zu rufen, und ich hörte sie und ich folge ihr seit 27 Jahren. Und doch lässt mich der Gedanke nicht los, wie es wohl wäre mit einem vollen Geläut: Neidvoll höre ich auf andere Kirchen. Die haben manchmal 2 oder 3 Glocken. Irgendwie unfair. Und ich würde mir wünschen, wir hätten nach über 100 Jahren die Lücken, die schon der erste Weltkrieg schlug, überwunden. Ich fände das ein starkes Zeichen für den Frieden, wenn wir etwas, was vor über hundert Jahren im Krieg verloren ging, wieder gewännen. Glocken rufen ohne Worte und doch machtvoll alle: es gibt eine andere Welt, lasst Euch unterbrechen in Eurem Tun und denkt einmal nach. Auch Ihr seid eingeladen zum Frieden!
So teuer muss es gar nicht sein, denn, wie gesagt, manches ist ja da und wartet und muss nur angepasst werden. Immerhin 35.000 € laut aktuellem Angebot sind erforderlich, ich hätte mit mehr gerechnet. Und doch – schon eine Summe. Glücklicher Weise müssten wir nicht bei 0 € anfangen, und wir werden uns auch um Zuschüsse bemühen. Und doch wenden wir uns an unsere ganze Gemeinde: finden Sie so etwas gut? Können Sie darin auch einen Sinn sehen? Würden Sie so etwas unterstützen?
Hier unser Konto bei der Evangelische Bank IBAN DE76 5206 0410 5406 4041 20
BIC: GENODEF1EK1, geben Sie, sofern Sie mitspenden möchten, bitte als Stichwort „Glocke“ an.
Etwas haben wir schon. Vielen Dank für alle Unterstützung.
Ihr und Euer Pastor Thies Feldmann

Herzliche Einladung zum Gottesdienst mit Verleihung des Ansgarkreuzes
Am Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr laden wir im Rahmen unserer Sommerkirche herzlich in den Pastoratsgarten in Bünsdorf ein. Gemeinsam mit unserem Propst Dennis Pistol feiern wir Gottesdienst und dürfen dabei einen ganz besonderen Anlass feiern:
Im Rahmen des Gottesdienstes wird Herrn Rolf Sell das Ansgarkreuz verliehen. Seit 15 Jahren engagiert sich Herr Sell als Mitglied des Kirchengemeinderates mit großem Verantwortungsbewusstsein, höchster Verlässlichkeit und unermüdlichem Einsatz in den verschiedensten Bereichen unserer Gemeinde. Mit der Verleihung des Ansgarkreuzes möchten wir seinen langjährigen und außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz für unsere Kirchengemeinde würdigen und unsere Dankbarkeit und Anerkennung zum Ausdruck bringen.
Feiern Sie diesen besonderen Gottesdienst gerne mit uns! Wir freuen uns auf Ihr Kommen
Neues vom Kleinen Baumfriedhof Bünsdorf
Unser Baumfriedhof in Bünsdorf wird immer schöner. Im letzten Monat hat eine eindrucksvolle Vogeltränke ihren Platz auf der naturnahen Ruhestätte gefunden. Die Vogeltränke wurde aus einem speziell von uns ausgesuchten Findling herausgearbeitet. Dort können jetzt Vögel und andere Wildtiere eine Erfrischung finden.
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Thode und Familie Carter für die freundliche Spende.
Kommen Sie gerne einmal vorbei und sehen sich diesen besonderen Ort an. Es gibt einige Bänke zum Innehalten und Genießen der Natur. Der Baumfriedhof ist barrierefrei und dadurch für jeden zugänglich.
Neues von der „Arbeitsgruppe Friedhof“ in Groß Wittensee
Groß Wittensee realisiert anonyme Urnengrabstätte - Die stille Kraft der Spenden.
Im Fluss der Zeiten steht – wie so vieles – auch die Friedhofskultur. Traditionelle Erdbestattung wird heute zunehmend abgelöst durch kreative und individuelle Variationen. So verfügen viele Friedhöfe mittlerweile über Freiflächen, die nicht mehr für Bestattungen benötigt werden; diese Überhangflächen kosten Geld und belasten die Haushalte der Gemeinden.
Groß Wittensee hat die Zeichen der Zeit erkannt! Im letzten Jahr hat sich auf ehrenamtlicher Basis eine „Arbeitsgruppe Friedhof“ gebildet, die nun mit einem ersten, ausschließlich durch Spenden finanzierten Projekt in die Umsetzungsphase geht. Eine anonyme Urnengrabstätte soll einen naturnahen und respektvollen Ort des Gedenkens bieten, in dessen Mittelpunkt ein Gedenkstein mit einer Friedenstaube steht, umgeben von blühenden Stauden und einer einladenden Sitzbank.
Auf unserer Website (www.gross-wittensee.de) gibt es immer wieder aktuelle Informationen zu diesem Thema und auch den bereits in der SHZ erschienenen Artikel vom 16.04.2026.
Cordula Schuchardt
Liebe Menschen in der Kirchengemeinde Bünsdorf,
seit Anfang April bin ich Ihr neuer Propst.
Nachdem die Synode des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde mich gewählt hat, habe ich mittlerweile die Arbeit aufgenommen und freue mich nun auf den Kontakt zu Ihnen.
Meine Aufgabe als Propst ist es, die Gemeinden der Propstei Eckernförde – und damit auch Ihre Gemeinde – gut zu begleiten. Nicht nur während meiner Zeit als Gemeindepastor in Heide habe ich erfahren, wie engagiert und lebendig es in vielen Kirchengemeinden zugeht, wie viel Freude, Offenheit und Kraft sie ausstrahlen.
Die Kirche schafft kostbare Orte für alle Generationen – für junge und ältere Menschen. Alle können hier ohne Vorbedingungen den Glauben entdecken, Gemeinschaft erleben und praktische oder seelsorgerliche Unterstützung finden. Das soll so bleiben. Zugleich wird Kirche sich in den nächsten Jahren verändern. Mir ist es wichtig, Sie bei dieser Entwicklung und anderen Themen zu unterstützen. Ich möchte dafür die Orte und Regionen gut kennen lernen, ermutigen und mit Ihnen gemeinsam auch Neues ausprobieren.
Ein paar Worte zu mir: Ich bin 42 Jahre alt, habe Theologie in Kiel, Greifswald und Tübingen studiert und bin ausgebildeter Organisationsberater. Zehn Jahre lang war ich als Gemeindepastor in Heide tätig und habe bis zu meiner jetzigen Tätigkeit als theologischer Referent der Bischöfin im Sprengel Schleswig und Holstein gearbeitet.
Mein Kollege ist Propst Matthias Krüger. Er ist unter anderem für die Propstei Rendsburg zuständig. Mein Aufgabenbereich umfasst die Propstei Eckernförde, das Zentrum für kirchliche Dienste und die Kirchenkreisdiakonie.
Ich freue mich sehr auf die persönlichen Begegnungen und Gespräche mit Ihnen, grüße Sie bis dahin herzlich und wünsche Ihnen Gottes Segen.
Propst Dennis Pistol
Anmeldung zur Konfirmationsgruppe
Anmeldung jetzt möglich!
Neuer Kurs zur Vorbereitung auf die Konfirmation beginnt!
Nach den Sommerferien beginnt der zweijährige Kurs für die Konfirmation in 2028. “Kurs” klingt wie Schule. Aber das ist es nicht allein. Klar lernt Ihr etwas über Glauben und Kirche, aber Ihr diskutiert auch über aktuelle Themen, spielt miteinander, seid kreativ und verreist.Begleitet werdet Ihr durch Pastor Feldmann und Team. Das Team sind sowohl Ältere, die z.B. die kleine Reise begleiten udn für Euch kochen, aber vor allem auch jüngere, die vor gar nicht langer Zeit selbst Konfirmand*innen waren.
Mehr Informationen hier auf der Website unter “Lebensfeste”.


